Marmara-Region
Die Marmara-Region ist zwar die kleinste, aber auch eine der
bedeutendsten und schönsten Regionen in der Türkei. Das Gebiet
erstreckt sich über eine Fläche von 67.000 km² und umrahmt das
Marmarameer im türkischen Nord-Westen. Das Marmarameer ist ein
Binnenmeer und gilt als Namensgeber der Region. Es liegt zwischen dem
ägäischen und dem Schwarzen Meer und sorgt umliegend für ein mildes und
angenehmes Sommerklima. Zwischen Mai und Oktober liegen die
durchschnittlichen Temperaturen im Marmara-Gebiet tagsüber bei etwa 20
bis 30°C. Im Winter hingegen kann es bis zu -27° C kalt werden, was
einige Teile der Region zum beliebten Skigebiet macht.
Die
größte und wichtigste Stadt der Marmara-Region ist die türkische
Hauptstadt Istanbul. Mit gut 12,5 Millionen Einwohnern bildet sie das
Wirtschafts- und Kulturzentrum der Türkei. Berühmt ist die schon seit
etwa 2700 Jahre durchgängig besiedelte Weltstadt vor allem durch den
weltbekannten Bosporus. Der Fluss verbindet das Marmarameer mit dem
Schwarzen Meer und trennt somit Europa von Asien, den Okzident vom
Orient, das Abendland vom Morgenland. Zur Besichtigung Istanbuls ist es
ratsam etwas mehr Zeit einzuplanen. Nicht umsonst ist die Stadt von der
UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden. Über 2500 Moscheen und
zahlreiche Theater, Museen, Denkmäler und Parkanlagen laden zu
ausgedehnten Besichtigungstouren ein. Hierbei sollte man keinesfalls
die blaue Moschee, die Bosporus-Brücke, den Yildiz Park und den großen
Basar auslassen.
Wer die Natur liebt oder gerne wandern geht,
der kommt im traumhaft begrünten Süden der Marmara-Region voll auf
seine Kosten. Diverse Fährverbindungen machen es leicht, die zehn
Provinzen der Region zu bereisen. Von Istanbul nach Mudanya, einer
kleinen Stadt an der Südküste des Marmarameers, gelangt man so
beispielsweise in nur 90 Minuten. Der romantische Luftkurort war im 1.
Weltkrieg der letzte Ort der heutigen Türkei, der von den Alliierten
besetzt wurde. Ein großes Denkmal im Hafen der Stadt erinnert noch
heute an den Soldaten Sükrü Cavurs der für den Rückzug der damaligen
Kriegsgegner sorgte. Die Provinz Bursa ist bekannt für ihre vielen,
natürlichen Heilquellen von denen einige schwefelhaltig sind. Die
gleichnamige Stadt liegt im Landesinneren, etwa 40 Autominuten von
Mudanya entfernt. Bursa ist die viertgrößte Stadt des Landes und bietet
zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Sie liegt dem schönen Uludag-Gebirge zu
Füßen und ist ein wichtiges Zentrum für die türkische Textil-, Stahl-
und Automobilbranche. Zu besichtigen gibt es das berühmte Grabmal von
Sultan Mehmed I., die beeindruckende Moschee Ulu Camil, viele Museen
und natürlich den Seidenbasar Koza Han.