Die Schwarzmeer Küste - Der Geheimtipp im idyllischen Norden der Türkei
Die türkische Schwarzmeer Küste liegt im Norden der Türkei und bildet
mit einer Länge von rund 1.600 Kilometern die gesamte Nordgrenze des
Landes. Von Bulgarien erstreckt sie sich bis hin nach Georgien und
gehört zu den besonderen Geheimtipps aller Türkeifans. Hierfür ist in
erster Linie das Wetter verantwortlich. Durch die vielen Regentage
blieb das Gebiet vom Massentourismus bisher größtenteils verschont.
Zwischen den Monaten Juni und Oktober regnet es etwa jeden zweiten bis
dritten Tag und die durchschnittlichen Höchsttemperaturen belaufen sich
auf milde 20 - 25 °C. Gleichzeitig aber, sorgt das feuchtwarme
Sommerklima für die atemberaubende Vegetation und Schönheit der
Landschaft und macht die Küste zur wohl schönsten der Türkei.
Mit Blick auf das Schwarze Meer und mit dem gewaltigen pontischen
Gebirge im Rücken, erholt sich auch die Bevölkerung von Istanbul gerne
in den romantischen Buchten der Schwarzmeer Küste. Die fruchtbare
Landschaft ist bekannt für ihre hervorragenden Tee-, Honig- und
Haselnusserzeugnisse. Schwere Industrie sucht man hier vergeblich.
Stattdessen verwöhnen kilometerlange Strände, paradiesische Buchten und
der sagenhafte Anblick des Schwarzen Meeres die Seele der Besucher. Im
Gegensatz zur Ägäis Küste oder der Türkischen Riviera sind an der
Schwarzmeer Küste die meisten Fischerdörfchen und Städte noch
ursprünglich erhalten und bieten einen unverfälschten Einblick in das
Leben der Einheimischen.
Die schönsten Strände und Buchten findet man westlich von Samsun, der
größten Hafenstadt der türkischen Schwarzmeer-Region. Zu den besonderen
Geheimtipps gehören Sinop, der nördlichste Ort der Türkei und Amsra,
eine der schönsten Städte der gesamten Schwarzmeer Küste. Kommt man
Istanbul allerdings zu nahe, füllen sich die Badeorte an Wochenenden
gerne mit einheimischen Ausflüglern. Hierzu gehören vor allem die Orte
Akçakoca und Şile, etwa 70 und 50 Kilometer östlich von Istanbul. In
der entgegengesetzten Richtung, östlich von Samsun, findet man nur noch
wenige oder nur sehr kleine Strände. Stattdessen lockt der Nord-Osten
der Türkei mit riesigen Tee- und Haselnussplantagen und historische
Sehenswürdigkeiten. Keinesfalls außer Acht lassen sollte man hierbei
die Stadt Trabzon in der gleichnamigen Provinz. Trabzon bietet neben
einmaligen Einkaufsmöglichkeiten und einer lebendigen Innenstadt
zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie die ehemaligen Kirchen Yeni Cuma
Camii und Orahisar Camii oder die Villa Atatürk Köşkü. Das
geschichtliche und kulturelle Highlight der Stadt ist Sümela Manastırı
auch als Kloster Sumela bekannt. Es liegt knapp 50 Kilometer außerhalb
der Stadt in einem gewaltigen Felshang und sollte in jedem Fall
besichtigt werden.