Türkische Traumhochzeit
Eine Hochzeit in der Türkei, im
Lande der Magie von 1001 Nacht, wo Jahrtausende alte Traditionen noch
heute gelten, wird über mehrere Tage mit 500 oder mehr Gästen
gefeiert. Ob in der Moschee, am Strand, auf einem traditionellen
Schiff oder im Haus des Bräutigams, die türkische Traumhochzeit
beansprucht Zeit und Geld. Die Eltern des Bräutigams bitten um die
Hand der Braut, der Brautvater muss seine Zustimmung geben und
gratuliert den Kindern zuerst. Die anschließende Verlobungsfeier
wird von den Brauteltern finanziert und organisiert, wo hingegen der
Bräutigam das Hochzeitkleid seiner Braut bezahlt. Die
Verlobungsringe sind mit einem roten Band verbunden, welches von
einem geliebten Verwandten durchtrennt wird, um so den Bund zu
besiegeln. Das Paar küsst daraufhin den zukünftigen Schwiegereltern
die Hand und führt diese zum Zeichen der Verbindung zur Familie an
die Stirn.
Die eigentliche Trauung findet erst nach dem
Hochzeitsfest statt. Die groß angelegte Feier wird mit allen
Freunden, Bekannten und Verwandten in der Regel über drei Tage
zelebriert und nach Geschlechtern getrennt abgehalten. So feiert die
Braut mit den Frauen bei der Brautfamilie, während die Männer die
Feier bei der Familie des Bräutigams zelebrieren. Dadurch werden die
Geschenke auch separat überreicht. Am letzten Tag der
Feierlichkeiten erfolgt die Zeremonie in der Moschee oder im Hause
des Bräutigams. Die Braut trägt ein weißes Hochzeitskleid mit
einem roten Schleier, der Schönheit, Jugend und Reichtum
symbolisieren soll. Die Zeremonie wird von einem Prediger abgehalten
und ist noch nicht bindend. Am Abend oder am folgenden Tag erfolgt
die gesetzliche Heirat auf dem Standesamt, wo auch der Ehevertrag
unterzeichnet wird. Ein alter Brauch besagt, wer dem Ehepartner dabei
zuerst auf den Fuß tritt, hat in der Ehe die "Hosen" an.
Nach der Hochzeit bekommt das Brautpaar verschiede Gaben für den
neuen Hausstand, die Fruchtbarkeit, festen Glauben und ausreichend
Nahrung symbolisieren. Nun feiern alle Geschlechter gemeinsam.